|













Im verwilderten Garten, wo die Bäume älter als die Zeit zu sein scheinen, wo der Efeu sich um die Stämme, die Mauern und Ecken windet, wo wilde Rosen spriessen, hängt an einem kräftigen Ast einer alten Weide eine Schaukel aus Schlingpflanzen. Sie ist besetzt mit weissen und roten Blumen, die lieblich duften. Still hängt sie dort. Doch wie ein Echo aus alten Tagen, wie eine Erinnerung fängt sie plötzlich an sich zu bewegen. Sie schaukelt leicht hin und her. Der Wind rauscht durch die Bäume und treibt die Schaukel noch mehr an.
Von irgendwoher, wie aus dem Nichts, tritt ein Mädchen in Erscheinung, blass und zerbrechlich wirkt es. Es trägt ein weisses wallendes Spitzenkleid mit einem roten Band aus Seide als Gürtel und schwarze Stiefel, die ihr etwas zu gross zu sein scheinen. Ihr Haar ist dunkelbraun, wodurch das Gesicht noch blasser wirkt, und ein weisses Seidenband ist um eine Strähne geknotet und zur Schleife gebunden.
Sie läuft tänzelnd zur Schaukel. Ein Lächeln liegt ihr auf den Lippen, doch ihre dunkelblauen Augen lachen nicht. Sie wirken traurig und sehr alt, als hätte sie die Weisheit einer sehr alten Frau.
Die Bewegungen des Mädchens sind so fliessend, dass man meinen könnte, sie wäre eine Feder im Wind oder ein Nebelstreif. Fast meinte man durch sie hindurch schauen zu können, vielleicht die Umrisse der Bäume hinter ihr, als wäre auch sie nur eine Erinnerung aus alten, besseren Tagen.
Die Sonne bricht durch die Wolken und wärmt die blasse durchsichtige Haut des Mädchens. Sie schaut zum Himmel, lächelt und tanzt zur Schaukel. Sie setzt sich auf sie und schaukelt – hin und her. Sie lacht. Wie ein Glöckchen aus Silber klingt ihr Lachen, doch wie von ferne scheint es zu kommen. Ihr Lachen lockt kleine Vögel an, die sich ins Gras setzen und fröhlich zwitschern.
Der Wind rauscht durch die Bäume und all die Blumen. Sie wiegen sich hin und her, als wenn sie mit der Schaukel im Rhythmus schaukeln. Blütenblätter fliegen umher und lassen sich in den Haaren des Mädchens nieder.
Sie schaukelt und schaukelt, immer höher und höher, immer wilder fliegt ihr Haar und sie lacht und lacht.
Plötzlich verschwindet die Sonne wieder, der Garten wird wieder dunkel. Das Lachen des Mädchens erstirbt und sie schaukelt immer langsamer. Ihre Augen werden wieder traurig und richten sich in die Ferne, als würde sie sich erinnern, wie im Traum wirken ihre dunkelblauen Augen. Sie lächelt nicht mehr.
Sie verlässt mit einem Sprung die Schaukel und läuft leichtfüssig, als würde sie schweben durch das Gras. Ohne auch nur eine Blume oder einen Grashalm zu knicken, wandelt sie durch den Garten und es ist als würde sie blasser, als würde sich der Nebel lichten, verblasst sie wie eine Erinnerung und verschwindet.










Step
into
my
Garden
The
flowers
bloom
with
love
Each
path
will
bring
you
beauty
The
kind
that
life
speaks
of
Flowers
glow
with
radiance
Grass
so
soft
with
dew
Beckons
to
you
daily
Walk
within
this
view
Colors
of
a
rainbow
Arbor
filled
with
light
Scents
to
calm
our
spirit
Love
that
just
ignites
Each
path
in
life
now
taken
Will
fill
your
heart
with
glee
Flowers
there
to
soothe
you
Heart
has
much
to
see
Nature's
love
abounding
In
flowers
that
will
bloom
For
every
special
season
This
garden
has
your
room
So
come
and
see
the
glory
That's
waiting
for
you
there
A
moment
of
this
pleasure
Will
capture
love
we
share.











Lange und still betrachte ich das Bild von Monet.
Es ist schön.
Es ist eine Blumenwiese. Der Klatschmohn blüht und zwei Frauen sind zu sehen. Die eine sitzt im Gras und die andere wandelt umher. Sie hat einen Schirm aus Seide bei sich, der sie vor der Sonne schützen soll.
Weisse Wölkchen ziehen am Himmel ihre Bahn.
Ich stehe davor und schaue es mir an. Eine leichte Wehmut ergreift mich und nimmt mich mit auf diese Wiese. Ich spüre den zarten Wind, rieche den Duft der Blumen und höre das Zwitschern der Vögel.
Ich bin wieder zuhause. Befinde mich jetzt in einer Zeit, in der diese Wiese meine Zuflucht war. Ja, so war es. Immer wenn ich nicht weiter wusste verkroch ich mich in einer Blumenwiese.
Es ist als wäre die Uhr stehen geblieben.
Ich sehe mich im Gras liegen. Die Augen sind geschlossen. Sanft streichelt der Wind meine Haut und die Blumen bewegen sich dazu. Ich höre Bienen und Hummeln summen und so mancher Schmetterling benutzt mich als Landeplatz. Die Vögel singen ihr schönstes Lied und nehmen meine Traurigkeit mit. Hier bin ich frei. Hier ist die Stille, die ich suche. Hier ist niemand .
Die Ruhe tut gut.
In der Ferne höre ich die Kírchturmuhr schlagen
Hin und wieder piepst ein Mäuschen im Gras und freut sich an den Samenkörner, die es auf dem Boden findet. Mein Körper entspannt sich und ich schaue den weissen Wolken nach und entdecke in ihnen tausende Formen. Eine Form jagt die andere. Manchmal sind es Gesichter, manchmal sind es Tiere, die ich zu erkennen glaube. Sie kommen und gehen und erinnern mich so an mein Auf und Ab im Leben.
Die Sonne wärmt mich.
Ich vergesse die Zeit.
Die Schatten der Bäume, die am Wiesenrand stehen werden länger. Es neigt der Tag sich dem Abend zu. Langsam wird es kühler und auch die Vögel zwitschern nicht mehr so stark. Sie bereiten sich auf die Nacht vor. Ziehen ihre letzten Kreise um ihren Schlafbaum zu finden und lassen sich erschöpft und müde auf ihm nieder. Noch einmal erkämpft sich jeder mit lauten Gezwitscher seinen Lieblingsplatz und dann wird es langsam ruhiger.
Auch die Blüten des Klatschmohns schliessen sich zur Nacht und die Hummeln haben das Sammeln von Nektar eingestellt. Vereinzelt summt noch eine überfleissige Biene von Blüte zu Blüte, aber auch sie verschwindet bald in ihrem Stock.
Die Nacht kann kommen.
Wieder schlägt die Kirchturmuhr.
Diesmal holt sie mich aus meinen Träumen.
„Ich muss nach Hause“, denke ich., doch plötzlich merke ich, dass es nicht die Kirchturmuhr war, die mich aus meinen Träumen riss sondern eine Klingel.
Ich komme langsam zu mir, betrachte das Bild ein letztes Mal und gehe weiter.






















|

writen by Cathy L. Palmer
©Cathy´s webdesign with love for taraland - diedersdorf 2004
|
|
|
|
|
|