Im Hause Hartenstein ist es lebhaft geworden. Ja, Vronli war jetzt die Älteste und Hansi und Klein-Ursel gehörten jetzt auch zur Familie. Der siebte Hochzeitstag konnte gefeiert werden und es war nicht immer leicht, die drei Kinder in den Griff zu bekommen. Es wurde natürlich ein grosses Fest gefeiert zu dem alle kamen. Marianne, die inzwischen mit einem Apotheker verheiratet war und ein Baby hatte, Ilse und Marlene die beide als Lehrerinnen arbeiteten und Margot und Vera, von denen die eine in einem Kunststickerei-Atelier und die andere als Photographin arbeitete.
Auch Vronlis erster Schultag war ein besonderes Ereignis. Feuer brach bei Hartensteins aus und Rudi konnte Ursel und Hansi retten, der das Feuer mit Streichhölzern verursacht hatte.
Der Nachbar, Herr Pfefferkorn, nahm die verstörte junge Familie erst mal bei sich auf.
Jetzt kamen finanzielle Sorgen auf die Familie zu und Annemarie musste mit ihren Kindern erst mal zu den Eltern ziehen. Doch trotz all der Sorgen wurde auch eine "Kindergesellschaft" in Annemaries altem Mädchenstübchen abgehalten.Wieder zurück im eigenen Heim wartete viel Arbeit auf Annemarie. Sie strickte und nähte jetzt selbst die Kindersachen und lernte auch das Plätten von Hemden um Geld zu sparen.
Grossmamas siebzigster Geburtstag brachte wieder alle zusammen. Klaus kam von seinem Gut Lütgenheide und Vetter Peter von seinem benachbarten Gut Grotgenheide extra von der Waterkant. Zwischen Klaus und Ilse funkte es schon lange aber auch diese Begegnung lief nicht ohne Kabbeleien zwischen den beiden ab. Zum letzten Mal war die Familie vollzählig zusammen. Noch am selben Abend schloss Tante Albertinchen für immer die Augen.
Der Winter wurde schwer. Flochen , Annemaries Hausmädchen erkrankte, und auch alle drei Kinder, Vronli wurde sehr schwer krank und Ilse kam ihrer Freundin zu Hilfe. Nach schweren, sorgenvollen Tagen wurde auch Vronli wieder gesund.
Im Sommer fuhr Annemarie mit Kind, Kegel, Ilse, Marlene, Mutter und Grossmama an die Waterkant. Undes gab auch zwei Verlobungen zu feiern, denn Klaus und Ilse und Peter und Marlene hatten endlich zueinander gefunden.
Text: Miriam Neufert


