Tara,

eine blühende Baumwollplantage im amerikanischen Süden.


Ruhig scheint das Leben seinen Gang zu nehmen, angefüllt mit kleinen Freuden und Sorgen des Alltags. Dann kommt der Bürgerkrieg. Der Süden ist voll Zuversicht, die geschäftigen Yankees binnen kurzem zu schlagen. Nur Rhett Butler ist anderer Ansicht - und wird ausgelacht.
Scarlett O'Hara, blind verliebt in Ashley Wilkes, steht fassungslos vor der Tatsache, dass dieser kurz vor Kriegsausbruch ihre Freundin Melanie Hamilton heiratet.
Aus Trotz vermählt sie sich mit Melanies Bruder Charles. Die Ehe währt nicht lange, Charles stirbt an den Masern. Doch die Nachricht von Ashleys Verwundung im Felde trifft Scarlet viel schwerer.

Um ihn wiederzusehen, nimmt sie eine Einladung Melanies an und zieht nach Atlanta. Doch auch Rhett Butler trifft sie in Atlanta wieder. Als wagemutigem Blockadebrecher geht ihm der Ruf eines grossen Abenteurers voraus. Scarlett verachtet Rhett, der ungewollt Mitwisser ihrer heimlichen Liebe zu Ashley wurde. Trotzdem: Seine Geschenke nimmt sie an. Auch lässt sie sich von ihm den Weg in jene fröhliche Gesellschaft wieder öffnen, der ihr als "trauernde Witwe" zunächst nach den puritanischen Ansichten ihrer Umgebung verschlossen schien.

Rhett taucht später noch einmal in Atlanta auf.: Als die Stadt brennt und von den siegreichen Yankees eingenommen wird. Er vollbringt ein Bravourstück, als er mitten in dem Chaos von Fluch, Trümmern und verwundeten Pferd und Wagen auftreibt und Scarlett und Melanie, die eben ein Baby zur Welt gebracht hat, aus der bedrohten Stadt herausbringt. Aber auch jetzt merkt Scarlett nicht, wie sehr Rhett sie liebt. Ausgerechnet jetzt verhöhnt sie ihn als Drückeberger und Geschäftemacher.

Sie kommt nach Tara, das der Verwüstung des Krieges zwar entgangen, aber dem wirtschaftlichen Ruin preisgegeben ist. Kurz hintereinander sterben die Eltern. Die Verantwortung für Tara fällt auf Scarlett. Sie rackert sich ab, doch die Not und die Schwierigkeiten, das verwahrloste Tara und seine Bewohner vor dem Ende zu bewahren, scheinen hoffnungslos. Bei allem denkt Scarlett nur an Ashley, der in Gefangenschaft geraten ist. Als sie nicht mehr ein noch aus weiss, sucht sie Rhett auf. Doch diesmal findet sie bei ihm keine Hilfe. Ihr Angebot, seine Geliebte zu werden, wird kühl abgelehnt.

Verzweifelt heiratet sie schliesslich Frank Kennedy, den verlobten ihrer Schwester Suellen. Kennedy hat Geld, das Geld, das Scarlett so dringend für Tara braucht. Doch auch diese Ehe ist von kurzer Dauer. Frank wird getötet, als er einen Überfall rächen will, dem sich Scarlett leichtsinnig ausgesetzt hat. Dem strengen Gericht der Yankee-Sieger entgehen Scarletts Freunde, darunter der endlich heimgekehrte Ashley, durch die Hilfe eines gewissen Rhett Bulter ...

Unmittelbar nach Franks Tod hält Rhett nach Scarletts Hand an. Zwei überstürzte Ehen, findet er, sind genug. Doch der inzwischen sagenhaft reich gewordene Rhett Butler wird von Scarlett nur als glänzende Partie betrachtet, die ihr aus allen Sorgen helfen kann.

Noch hängt ihr Herz nur an Ashley, obwohl sich dieser am allerwenigsten mit dem Umstand abfinden kann, dass mit dem verlorenen Krieg die Zeit feudaler Herrlichkeit endgültig vorüber ist. Immerhin, Scarlett erfährt, dass sie keinen aufrichtigeren und sie zärtlicher umsorgenden Mann als Rhett hätte finden können. Doch Rhett findet sie eines Tages in Ashleys Armen.

Nun wendet er sich enttäuscht von Scarlett ab. Nur die Achtung vor Melanie, die von der Beziehung zwischen Scarlett und Ashley noch immer nichts weiss, lässt Rhett einen offenen Bruch vermeiden. Noch bleibt ihm Bonni, sein Töchterchen, in dem er all die guten Eigenschaften findet, die ihrer Mutter Scarlett fehlen.

Doch als Bonni vier Jahre alt ist , verunglückt sie tödlich. Damit bricht auch das letzte Band, das ihn mit Scarlett verbunden hielt. Und als Scarlett plötzlich erkennen muss, dass ihre Liebe zu Ashley nichts war als eine aus verletzter Eitelkeit entstandene Leidenschaft, ist es zu spät. Sie hat Rhetts Liebe verspielt.

Was bleibt ihr jetzt noch? Tara?
- Eines Tages wird ihr Leben sein wie ein Blatt, vom Winde verweht.









Darsteller:
Vivian Leigh (Scarlett O'Hara)
Clark Gable (Rhett Butler)
Leslie Howard (Ashley Wilkes)
Olivia de Havilland (Melanie Wilkes)
Hattie McDaniel (Mammy)
Thomas Mitchel (Gerald O'Hara)
Barbara O'Neil (Mrs. O'Hara)

Regie: Victor Fleming

Produzenten: David O. Selznick

Drehbuch:Sidney Howard

Vorlage: Roman "Vom Winde verweht" von Margaret Mitchell

Musik: Max Steiner

Kamera: Ernest Haller, Ray Rennahan

Spezialeffekte: John R. Cosgrove, Fred Albin, Arthur Johns

Ausstattung: Lyle Wheeler

Schnitt: Hal C. Kern, James E. Newcom

Kostüme: Walter Plunkett

Ton: Thomas T. Moulton

Bei der "OSCAR"-Verleihung räumte er 8 der begehrten Trophäen
plus einen "Spezial-OSCAR" für die Farbdramaturgie ein.

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Sie schrieb mit dem Wind...

Margaret Munnerlyn Mitchell
amerikanische Schriftstellerin
1900 - 1949





Margaret Mitchell wurde am 8. November 1900 in Atlanta geboren.
Sie schrieb 10 Jahre lang von 1926 bis 1936 an ihrem einzigen Roman :

" Gone with the wind" - " Vom Winde verweht "

der ein farbiges Bild der Südstaaten während des Sezessionskrieges und der Nachkriegszeit gibt.

1937 erhielt Margaret den Pulitzer-Preis für Literatur für ihr Werk: " Vom Winde verweht".

Margaret Mitchell war Lokalreporterin im "Atlanta Journal". Sie war eine der ersten Frauen, die für die Südstaaten- Zeitschrift arbeitete.

Der Roman schildert die unglückliche Liebe zwischen der schönen Farmerstochter Scarlett O'Hara und dem charmanten Rhett Butler im vom Bürgerkrieg zerstörten Süden. Der Roman umfaßt mehr als 1000 Seiten.
Er wurde verfilmt und mit 8 Oscars ausgezeichnet.

Sie starb im Alter von 49 Jahren am 16. Augustr 1949, ein betrunkener Taxifahrer überfuhr sie am 11. August 1949, die Verletzungen waren so stark, dass Margaret Mitchell nicht mehr aus dem Koma erwachte.

"Ich werde einen Weg zu ihm finden- aber nicht heute- verschieben wir 's auf morgen". Scarlett O'Hara, der letzte Satz, die letzte Szene im Film "Vom Winde verweht".



Sie kam mit dem Wind...

Vivien Leigh
(Vivian Mary Hartley)





Geboren am Mittwoch, 5. November 1913
Geboren in Darjeeling, Indien
Gestorben am Samstag, 8. Juli 1967

Wenn sie als Scarlett O'Hara die Treppe des Herrenhauses in Atlanta herabschreitet, hat sie einen ihrer gewaltigsten Auftritte: Vivien Leigh.

In David O'Selznicks Kultfilm "Vom Winde verweht" (1939) ist sie die Siegerin, und gemeinsam mit ihrer Rivalin Olivia De Havilland auch die stärkste Charakterfigur in diesem Epos. Für die Darstellung der Südstaaten-Schönheit an der Seite von Clark Gable erhält die damals kaum bekannte Schauspielerin einen Oscar. Bereits drei Jahre vorher lernte sie bei der Erich-Pommer-Produktion "Feuer über England" Sir Laurence Olivier kennen. Bald darauf heiraten die beiden, doch ihre Ehe wird zur Hölle.

Im Laufe ihrer 21jährigen Ehe mit Olivier wurde Leigh geisteskrank. Sie hat hysterische Anfälle und Gewaltausbrüche. Man denke nur an die Rolle der Blanche aus Tennessee Williams "Endstation Sehnsucht", für die sie 1951 ihren zweiten Oscar erhält. Hier spielt sie das zerbrechliche Wesen, das in einem Gespinst aus Phantastereien und Lügen lebt. Olivier bezeichnet das Zusammenleben mit seiner Frau "als ob man auf einem Rettungsboot sitzt, das nur eine Person aushält. In einer solchen Situation lebten wir." Die Ehe endet 1961, sechs Jahre später ist Leigh tot.

Vivian Leigh wächst in einer vornehmen britischen Familie in Indien auf und besucht nach der Rückkehr ihrer Familie nach England eine Klosterschule. Schauspielunterricht erhält sie an der Comedie Française in Paris, später an der Royal Academy of Dramatic Arts.
1934 steht sie das erste Mal vor der Kamera: "Things Are Looking Up" lautet der Titel des Films, ein Jahr später folgt ihr Debüt am Theater. 1937 übernimmt sie in Oliviers Bühneninszenierung "Hamlet" die Rolle der Ophelia. Sie arbeitet am St. James Theater und am Old Vic.

Zu ihren interessantesten Kinofilmen gehören Mervyn Le Roys Melodram "Ihr erster Mann" (1940) an der Seite von Hollywoodstar Robert Taylor, die Titelrolle in Alexander Kordas "Lady Hamilton" (1941) mit Laurence Olivier als Lord Nelson, die Cleopatra in der Gabriel-Pascal-Shaw-Verfilmung "Caesar und Cleopatra" (1946) zwischen Claude Rains und Stewart Granger sowie die "Anna Karenina" (1948) in Julen Duviviers Film.

Vivien Leigh war in den Vorbereitungen zu einer neuen Theater-Produktion in London, als sie tot in ihrem Apartement aufgefunden wird. Vermutlich starb sie an Tuberkulose. Ihr zu Ehren wurden im Londoner Theaterbezirk alle Lichter für eine Stunde abgestellt.

~In her own words~

"My birth sign is Scorpio and they eat themselves up and burn themselves out. I swing between happiness and misery. I am part prude and part nonconformist. I say what I think and I don't pretend and I am prepared to accept the consequences of my actions."






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