Beatrice Potter Webb

1858-1943

Künstlerin, Geschichtenerzählerin und Naturschützerin – schuf vor gut 100 Jahren den bekanntesten Hasen seit Meister Lampe.

Cumbria, das romantische Seengebiet im Norden Englands, hatte schon immer eine magnetische Anziehungskraft auf gefühlvolle Künstler. Bereits der Dichter William Wordsworth wandelte hier „lonely as a cloud“ durch ein Meer von Narzissen. Doch kaum ein Künstler hat eine so tiefe Zuneigung zum Lake District gefasst wie die Schriftstellerin und Malerin Beatrix Potter, auf deren Spuren alljährlich Tausende von Besuchern durch Cumbria reisen.

Als kleines Mädchen im viktorianischen England erhielt Beatrix Potter Musik- und Kunstunterricht, während ihr Bruder zur Schule gehen durfte.

Sie erschien der Aussenwelt gegenüber reserviert und schüchtern. In ihrem geheimen Tagebuch jedoch, welches sie in ihrem eigenen Geheimcode schrieb, zeigt sie sich als eine lebenslustige Frau mit ihrer eigenen hochkritischen Meinung gegenüber Künstlern ihrer Zeit.

Nach dem tragischen Tod ihres Verlobten, Norman Warne,der ebenfalls ihr Verleger war, blieb Beatrix unverheiratet bis zu ihrem 47. Lebensjahr.

Dann heiratete sie William Heelis, einen im Lake District lebenden Immobilienmakler.







Die letzten Jahre ihres Lebens widmete sie dem Schutz der Natur und dem Erhalt der natürlichen Schönheit des Lake Districts. Sie arbeitete eng mit dem National Trust zusammen und hinterliess dieser Stiftung einen beträchtlichen Anteil ihres Grundbesitzes, der so als geschützte Landschaft bis heute fortbesteht.

Beatrix Potter entdeckte ihre Liebe zur Natur während der jährlichen Sommerferien, die sie mit der Familie in Schottland und im Lake District verbrachte. Gemeinsam mit Bertram erforschte sie die Wälder und Felder und fing allerlei Tiere, die später gezähmt wurden. Sie liebte es, alles Gesehene nachzuzeichnen.

Während eines Aufenthalts in der Nähe von Windermere im Lake District, 1882, befreundete sich die Familie mit dem örtlichen Pfarrer, Canon Harwicke Rawnsley. Rawnsley war bereits besorgt über die Auswirkungen von Industrie und Tourismus auf die Schönheit des Lake District. Er erzählte Beatrix, wie viel es bedeute, die Landschaft zu erhalten - eine Herzensaufgabe, die sie für den Rest ihres Lebens fortführte.

Beatrix hat von jeher den Lake District geliebt, und jetzt, mit dem Geld, das sie mit den Peter Hase-Büchern verdiente, war sie in der Lage, Hill Top Farm im Dorf Sawrey zu kaufen.







Sie behielt den Gutsverwalter, John Cannon, und kaufte eine Herde Herdwick-Schafe. Sie konnte nicht in ihrem geliebten neuen Heim bleiben, denn man erwartete von ihr, dass sie sich um ihre Eltern in London kümmerte, aber es war ihr erster Schritt zur Unabhängigkeit, und sie besuchte die Farm, wann immer sie konnte.

Viele von Beatrix' späteren Büchern spielen in Hill Top - die Ratten, von denen es auf der Farm wimmelte, gaben die Vorlage für Die Geschichte von Bernhard Schnauzbart, Katerchen Moppel und seine Schwestern kletterten auf der Steinmauer am Fusse des Hill Top Gartens und der Laden von Benefiz und Brösel findet sich in Sawrey.

Mr Richard Potter (1817-1892), Industrieller, Direktor der Great Western Railway und Teilhaber einer Holzfirmawaren war ihr Vater.Ihre Mutter war Lawrencina Potter, geborene Heyworth (1821-1882), Kaufmannstochter und Hausfrau.Die überfürsorgliche Eltern und standen Freundschaften mit anderen Kindern nur ablehnend gegenüber. Jedoch hatten Beatrix und Bertram sich gegenseitig als Spielgefährten, und gemeinsam sammelten sie eine Haustiermenagerie, die sie im Schulzimmer hielten.

Einmal hatten sie einen grünen Frosch, zwei Eidechsen, einige Wassermolche, eine Ringelnatter, eine Schildkröte und einen Hasen eingefangen, die alle sorgfältig von den Kindern studiert wurden. Beatrix füllte viele Seiten mit Skizzen, und fast alle ihre berühmten Figuren basieren auf Haustieren, die sie einmal besass.







Benjamin Bouncer war Beatrix' erster zahmer Hase. Sie kaufte ihn heimlich in einem Londoner Vogelgeschäft und schmuggelte ihn in einer Papiertüte in das Kinderzimmer. 'Bounce' wurde zur Vorlage vieler Hasenzeichnungen von Beatrix. Auf die Rückseite einer Fotografie des Hasen schrieb sie: "Das ist der echte Benjamin Bunny'. Benjamin liebte besonders heisse Buttertoasts. Wenn er die Teeklingel hörte, eilte er in den Salon!"







Peter Piper gehörte zur Rasse der Belgischen Riesen und wurde 'in einem sehr zarten Alter gekauft'. Beatrix schrieb in einem Brief an ein Kind, "Peter lag wie eine Katze auf dem Kaminvorleger vor dem Ofenfeuer. Er konnte sehr gut Kunststückchen lernen. So sprang er durch einen Reifen und betätigte ein Glöckchen oder er spielte das Tamburin. Einmal sah ich, wie er versuchte, Tamburin auf einem Strohhut zu spielen!"

Beatrix schrieb über ihren zahme Frau Igelischen in einem Bilderbrief an Winifred Warne: "Frau Igelischen reist sehr gerne. Ich weiss nicht, wie viele Reisen sie bereits unternommen hat. Sie mag es, mit dem Zug zu fahren, und auf Reisen hat sie immer sehr viel Hunger. . . Ich denke, du solltest Frau Igelischen zum Tee einladen. Besonders gern trinkt sie Milch aus einer Puppenteetasse!"

Spot, der Spaniel war der allseits beliebte Familienhund der Potters. Beatrix beschrieb ihn als 'einen philosophischen Reisenden', weil er es liebte, in Kutschen zu fahren, und er liess sich kaum vom Springen abhalten, wenn ein Familienmitglied eine Kutsche benutzen wollte. Beatrix gab zu, dass es ihr schwer fiel, Hunde zu zeichnen und obwohl sie in ihrem späteren Leben mehrere Schäferhunde besass, schrieb sie 'Ich respektiere Hunde in einem gewissen Masse, aber ich glaube nicht, dass sie moralische Charaktere sind.'







Als Beatrix ein Kind war, hatte sie eine Lieblingshaselmaus namens Xarifa, die 'ein verschlafenes kleines Tier' war. Über den Tod von Xarifa notierte Beatrix: 'Armes kleines Ding, einst dachte ich, sie würde so lange leben wie ich selbst. Ich glaube, sie war schon sehr alt. Ich frage mich, ob es je eine andere Haselmaus mit so vielen Bekannten gab. . . Ich denke, in vielerlei Hinsicht war sie das süsseste kleine Tier, das ich je gekannt habe.'

In der Geschichte:

"The Fairy Caravan"

schreibt Beatrix u.a. über eine verschlafene kleine Haselmaus mit Namen Xarifa.







Schweinchen Schwipp war ein kleines schwarzes Berkshire-Schwein, das Beatrix einem Schweinezüchter abkaufte. Sie wollte es zu den anderen Schweinen auf die Hill Top Farm bringen, aber der Gutsverwalter weigerte sich, es in die Nähe des Strohs zu lassen. Deshalb setzte Beatrix das kleine Schweinchen in einen Korb neben ihr Bett und zog es Tag und Nacht mit der Flasche auf, bis es schliesslich ihr Lieblingshaustier wurde und ihr überallhin folgte, egal ob draussen oder drinnen.







Die Geschichte von Peter Hase

"Es waren einmal vier kleine Hasen, die hiessen: Flopsi, Mopsi, Wuschelpuschel und Peter." Das ist der Einleitungssatz einer der beliebtesten Kindergeschichten überhaupt - Die Geschichte von Peter Hase. Es ist jedoch eine ganz andere Geschichte, wie es dazu kam, dass die berühmteste Figur der Beatrix Potter in Buchform veröffentlicht wurde.







Am 4. September 1893 setzte sich Beatrix hin, um einen Bilderbrief an Noel Moore, den fünfjährigen Sohn ihrer ehemaligen Gouvernante, über einen ungezogenen Hasen mit Namen Peter zu schreiben. Noel lag krank im Bett und so schrieb Beatrix an ihn: "Mein lieber Noel, ich weiss nicht, was ich dir schreiben soll, und deshalb möchte ich dir die Geschichte von den vier kleinen Hasen erzählen..."







Einige Jahre später kam es Beatrix in den Sinn, die Geschichte als Buch zu veröffentlichen. Sie schrieb sie erneut in ein Schulheft und sandte sie an sechs Verleger.







Alle sechs lehnten eine Veröffentlichung ab. Erst als Beatrix das Buch auf eigene Kosten gedruckt hatte, stimmte Frederick Warne zu, es zu veröffentlichen. Die Geschichte von Peter Hase erschien 1902, kostete einen Schilling (was dem heutigen Wert von ca. 5 p (15 Pf) entspricht) und wurde eine der berühmtesten Geschichten, die je geschrieben wurden.







1903 veröffentlichte Beatrix zwei weitere Bücher bei Frederick Warne,

"Die Geschichte von Eichhörnchen Nusper"







und

"Die Geschichte vom armen Schneider".

Wird das Hochzeitswams, das der Bürgermeister beim Schneider von Gloucester bestellt hat, noch rechtzeitig fertig? Wenn die Mäuse und des Schnei-ders Kater Simplkin ihre Pfoten im Spiel haben – ganz bestimmt. Und weil der Weihnachtsabend ein ganz besonderer ist, wird das Wams das schönste, das man im Städtchen je gesehen hat. Die Geschichte des armen Schneiders (1903), der es doch noch zu Wohlstand bringt, war Beatrix Potters Lieblingsgeschichte.

Häufig besuchte sie die Büros ihres Verlegers in Covent Garden in London, um ihre Bücher zu besprechen. Dabei arbeitete sie meistens mit Norman Warne zusammen, dem jüngsten Sohn des verstorbenen Frederick Warne.

Norman war der einzige nicht verheiratete Sohn der Warnes und ein fürsorglicher Onkel für seine Neffen und Nichten. Er und Beatrix wurden Freunde, und Beatrix war ein gern gesehener Gast im Heim der Warnes. Beatrix war hocherfreut, als Norman in einem Brief um ihre Hand anhielt, und obwohl ihre Eltern der Verbindung ablehnend gegenüberstanden, war sie entschlossen, seinen Antrag anzunehmen.







Doch zu einer Hochzeit sollte es nicht kommen. Schon bald nach der Verlobung wurde Norman krank und starb innerhalb weniger Wochen an perniziöser Anämie. Beatrix war am Boden zerstört. In einem Brief an seine Schwester Millie schrieb sie: "Er lebte nicht lange, aber er hat ein sinnvolles, glückliches Leben geführt. Ich muss versuchen, einen Neuanfang nächstes Jahr zu machen."

Und sie schrieb ihre Bücher:

  • The Tale of Peter Rabbit / Die Geschichte von Peter Hase

    Die Geschichte von Beatrix Potters berühmtesten Hasen erschien als Buch erstmals 1902. Während seine Geschwister Mopsi, Flopsi und Wuschelpuschel brav auf dem Weg bleiben, frisst sich Peter Hase durch den Garten von Herrn Gregor – bis der ihn entdeckt. Die Geschichte der spannenden Verfolgungsjagd – geschmückt mit ihren liebevollen Aquarellen – ist ein Bilderbuchklassiker, der bis heute nichts von seiner Anziehungskraft eingebüsst hat.





  • The Tale of Squirrel Nutkin / Die Geschichte von Eichhörnchen Nusper

    Auf der Euleninsel ist der beste Platz zum Nüsse sammeln. Das weiss jedes Eichhörnchen – auch Nusper. Allerdings muss man höflich zum alten Auler, der Eule sein, wenn man an das begehrte Futter will. Auch das wissen alle Eichhörnchen, nur der freche Nusper benimmt sich daneben und nervt die Eule mit Rätseln. Für den Leser ist das höchst vergnüglich, für Nusper allerdings geht die Sache fast nicht gut aus. Die Geschichte von Eichhörnchen Nusper erschien 1903.







  • The Tailor of Gloucester / Die Geschichte vom armen Schneider

    Wird das Hochzeitswams, das der Bürgermeister beim Schneider von Gloucester bestellt hat, noch rechtzeitig fertig? Wenn die Mäuse und des Schnei-ders Kater Simplkin ihre Pfoten im Spiel haben – ganz bestimmt. Und weil der Weihnachtsabend ein ganz besonderer ist, wird das Wams das schönste, das man im Städtchen je gesehen hat. Die Geschichte des armen Schneiders (1903), der es doch noch zu Wohlstand bringt, war Beatrix Potters Lieblingsgeschichte.







  • The Tale of Benjamin Bunny / Die Geschichte von Benjamin Kanin

    Die Geschichte von Benjamin Kanin (1904) erzählt von einem neuen Abenteuer in Herrn Gregors Garten. Peter Hase hat seine Anziehsachen verloren. Und die hängen jetzt, man glaubt es kaum, an der Vogelscheuche. Benjamin und Peter machen sich auf, um Peters Sachen zurückzuholen, und geraten dabei in eine echte Patsche. Gut, dass der alte Benjamin Kanin vorbeikommt! Denn der versteht etwas von Katzen und am Ende wird doch noch alles gut.







  • The tale of the bad mice / Die Geschichte von den beiden frechen Mäusen

    Zwei kleine, freche Mäuse ziehen als heimliche Untermieter in ein Puppenhaus, das wie für sie gemacht scheint. Das ist natürlich sehr ungezogen von ihnen. Aber sind die beiden wirklich so böse? »Die Geschichte von den beiden frechen Mäusen« erschien erstmalig 1904.

    und hier die Geschichte in original :

    -THE TALE OF TWO BAD MICE-


    ONCE upon a time there was a very beautiful doll's house; it was red brick with white windows, and it had real muslin curtains and a front door and a chimney.

    It belonged to two Dolls called Lucinda and Jane; at least it belonged to Lucinda, but she never ordered meals. Jane was the Cook; but she never did any cooking, because the dinner had been bought ready-made, in a box full of shavings.

    There were two red lobsters, and a ham, a fish, a pudding, and some pears and oranges. They would not come off the plates, but they were extremely beautiful.

    One morning Lucinda and Jane had gone out for a drive in the doll's perambulator. There was no one in the nursery, and it was very quiet. Presently there was a little scuffling, scratching noise in a corner near the fireplace, where there was a hole under the skirting-board. Tom Thumb put out his head for a moment, and then popped it in again.

    A minute afterwards Hunca Munca, his wife, put her head out, too; and when she saw that there was no one in the nursery, she ventured out on the oilcloth under the coal-box.

    The doll's house stood at the other side of the fireplace. Tom Thumb and Hunca Munca went cautiously across the hearth-rug. They pushed the front door - it was not fast.

    Tom Thumb and Hunca Munca went up-stairs and peeped into the dining-room. Then they squeaked with joy! Such a lovely dinner was laid out upon the table! There were tin spoons, and lead knives and forks, and two dolly-chairs - all so convenient!

    Tom Thumb set to work at once to carve the ham. It was a beautiful shiny yellow, streaked with red. The knife crumpled up and hurt him; he put his finger in his mouth. "It is not boiled enough; it hard. You have a try Hunca Munca."







    Hunca Munca stood up in her chair, and chopped at the ham with another lead knife. "It's as hard as the hams at the cheesemonger's," said Hunca Munca.

    The ham broke off the plate with a jerk, and rolled under the table. "Let it alone," said Tom Thumb; "give me some fish, Hunca Munca!"

    Hunca Munca tried every tin spoon in turn; the fish was glued to the dish. Then Tom Thumb lost his temper. He put the ham in the middle of the floor, and hit it with the tongs and with the shovel - bang, bang, smash, smash! The ham flew all into pieces, for underneath the shiny paint it was made of nothing but plaster!

    Then there was no end to the rage and disappointment of Tom Thumb and Hunca Munca. They broke up the pudding, the lobsters, the pears, and the oranges. As the fish would not come off the plate, they put it into the red-hot crinkly paper fire in the kitchen; but it would not burn either.

    Tom Thumb went up the kitchen chimney and looked out the top - there was no soot.

    While Tom Thumb was up the chimney, Hunca Munca had another disappointment. She found some tiny canisters upon the dresser, labeled "Rice," "Coffee," "Sago"; but when she turned them upside down there was nothing inside except red and blue beads.

    Then those mice set to work to do all the mischief they could - especially Tom Thumb! He took Jane's clothes out of the chest of drawers in her bedroom, and he threw them out of the top-floor window. But Hunca Munca had a frugal mind. After pulling half the feathers out of Lucinda's bolster, she remembered that she herself was in want of a feather-bed.

    With Tom Thumb's assistance she carried the bolster down-stairs and across the hearth-rug. It was difficult to squeeze the bolster into the mouse-hole; but they managed it somehow.

    Then Hunca Munca went back and fetched a chair, a bookcase, a bird-cage, and several small odds and ends. The bookcase and the bird-cage refused to go into the mouse-hole.

    Hunca Munca left them behind with the coal-box and went to fetch a cradle.

    Hunca Munca was just returning with another chair, when suddenly there was a noise of talking outside upon the landing. The mice rushed back to their hole, and the dolls came into the nursery.

    What a sight met the eyes of Jane and Lucinda! Lucinda sat upon the upset kitchen stove and stared, and Jane leaned

    against the kitchen dresser and smiled; but neither of them made any remark.







    The bookcase and the birdcage were rescued from under the coal-box; but Hunca Munca has got the cradle and some of Lucinda's clothes.

    She also has some useful pots and pans, and several other things.

    The little girl that the doll's house belonged to said: "I will get a doll dressed like a policeman!"

    But the nurse said: "I will set a mouse-trap!"

    So that is the story of the two Bad Mice. But they were not so very, very naughty after all, because Tom Thumb paid for everything he broke. He found a crooked sixpense under the hearth-rug; and upon Christmas Eve he and Hunca Munca stuffed it into one of the stockings of Lucinda and Jane.







    And very early every morning - before anybody is awake - Hunca Munca comes with her dust-pan and her broom to sweep the Dollies' house!

    THE END







  • The Tale of Mrs Tiggy-Winkle / Die Geschichte von Frau Tiggy-Wiggel

    Wo gehen die Tiere hin, wenn ihre Brustlätze, Socken und Wollmäntelchen dringend gewaschen werden müssen? Natürlich zu Frau Tiggy-Wiggel, der Igelin – und die Taschentücher der kleinen Luzie wäscht sie auch gleich mit. Nach dem Vorbild der alten schottischen Waschfrau Kitty McDonald entstanden, wurde Frau Tiggy-Wiggel zum Inbegriff der lieben, emsigen Hausfrau. Frau Tiggy-Wiggel wurde 1905 erstmals veröffentlicht.

  • The Tale of the Pie and the Patty-pan / Die Geschichte von Samuel Schnauzbart oder der Nudel-Dudel-Kuchen

    Katerchen Moppel ist mal wieder ungehorsam. Tabitha Zucketaps sucht ihn überall und hat Angst, dass er in die Fänge der bösen Ratten gerät. Und tatsächlich begegnet Moppel bei seinem unerlaubten Ausflug in die geheimen Gänge des Hauses Samuel Schnauzbart, der ihn auch sogleich gefangen nimmt. Zusammen mit seiner Frau Anna Maria rollt er Katerchen Moppel in einen Teig ein. Doch bevor diese ungewöhnliche Teigrolle im Ofen landen kann, kommt Rettung in letzter Minute ...







  • The Tale of Mr. Jeremy Fisher / Die Geschichte von Jeremias Quaddel

    Wenn man so vornehme Gäste wie den Geheimrat von Schildgoethe zum Essen einladen möchte, ist es doppelt schlimm, von den Fischen, die man fangen will, ausgetrickst zu werden. Der Frosch Jeremias Quaddel muss feststellen, dass Angeln ganz schön gefährlich werden kann. Da ist es doch besser, man lässt es sein und sieht nach, was die Speisekammer sonst noch zu bieten hat ... »Die Geschichte von Jeremias Quaddel« erschien 1906.







  • The Tale of Tom Kitten / Die Geschichte von Katerchen Moppel

    Für Katerchen Moppel stand ein echtes Katerchen von Beatrix Potters Bauernhof Pate – »ein furchtbarer Frechdachs«. So kann es auch nicht gut gehen, wenn die Katzenmutter ihren Sohn mit den allerfeinsten Kleidern herausputzen will. Am Ende kommt er auch noch ohne sie nach Hause. Und jetzt weiss man auch, wonach die Pratschel-Watschel-Enten suchen, wenn sie die Köpfe ins Wasser stecken ... »Die Geschichte von Katerchen Moppel« erschien 1907.

  • The Story of a Fierce Bad Rabbit / Die Geschichte vom wilden bösen Hasen

    Die Geschichte vom bösen, wilden Hasen (1919) hat Beatrix Potter eigens für ein kleines Mädchen erdacht. Louie, die kleine Tochter des Verlegers Harold Warne, fand Peter Hase viel zu brav und wünschte sich eine Geschichte über einen wirklich bösen Hasen. So entstand die Geschichte von dem bösen Hasen, der dem lieben Hasen nicht nur die Karotte stiehlt, sondern ihn auch noch übel zerkratzt. Als er diese genüsslich knabbert, bemerkt er allerdings den Jäger nicht ...

  • The Story of Miss Moppet / Die Geschichte von Mieze Mozzi

    Weil die Maus Mieze Mozzi geärgert hat, will Mieze Mozzi jetzt die Maus ärgern. Das ist gar nicht nett von Ihr! Aber Mäuse sind schlauer, als man denkt. Und wer zuletzt tanzt, tanzt am besten.







  • The Tale of Jemima Puddle-Duck / Die Geschichte von Jemima Pratschel-Watschel

    Die Geschichte von Jemima Pratschel-Watschels basiert auf tatsächlichen Ereignissen im Hof der Hill Top Farm. Viele Szenen der Geschichte lassen sich deutlich zuordnen, wenn man Hill Top kennt. Der Ententeich basiert auf einer Illustration, die Beatrix Potter während eines Besuchs bei ihren Verwandten in Melford Hall in Suffolk zeichnete. Jemima war eine der Enten auf dem Bauernhof (einige andere hiessen Semolina,Tapioca und Sago!), die sich häufig selbständig machte, um ihre Eier zu legen. Enten erwiesen sich oft als schlechte Bruthennen und die Ehefrau des Bauern, Mrs. Cannon, musste manchmal eine Henne einsetzen, um die Enteneier auszubrüten.







  • The Tale of the Flopsy Bunnies / Die Geschichte von den Flopsy Häschen

    Mit der Geschichte von den Flopsi-Häschen (1909) erzählt Beatrix Potter neue Abenteuer von Peter Hase und Benjamin Kanin. Die beiden sind erwachsen und Benjamin ist mit Peter Hases Schwester Flopsi verheiratet. Ihre Kinder sind die Flopsi-Häschen, und die treiben sich ebenso in Herrn Gregors Garten herum, wie Peter und Benjamin es früher getan haben. Herr Gregor fängt die Kleinen mit einem Sack. Jetzt kann nur noch Frau Tittelmaus mit ihren scharfen Nagezähnen helfen ...







  • Die Geschichte von Ribby und Herzogine

    Wenn die Katze Ribby ihre Hundefreundin Herzogine zum Tee einlädt, diese aber befürchten muss, dass ihr Mäusepastete vorgesetzt wird, und deshalb schnell ihre eigene Pastete in den Backofen schiebt – dann entsteht daraus ein Verwirrspiel mit haarsträubenden Folgen, an den Kinder seit Generationen ihren Spass haben. Die fröhliche Verwechslungsgeschichte, die Potters Liebe zu dem Dorf Sawrey im Lake District widerspiegelt, erschien 1930 im beliebten kleinen Format.

  • The Tale of Mrs Tittlemouse / Die Geschichte von Thomasina Tittelmaus

    Thomasina Tittelmaus hat schon den Flopsi-Häschen aus der Bedrängnis geholfen. 1910 ist dann eine eigene Geschichte von ihr entstanden. Frau Tittelmaus ist furchtbar ordentlich und ständig dabei, ihr kleines entzückendes Zuhause zu putzen und aufzuräumen. Kein Staubkorn darf zu sehen sein, sie duldet keine unangemeldeten Besucher, denn sie könnten ja schmutzige Füsse haben. Doch eines Tages benötigt sie die Hilfe von Herrn Jakobus.

  • Appley Dapply's Nursery Rhymes/ Apply Tapply Kinderreime

    In Beatrix Potters heiteren, liebenswerten Kinderreimen um die Maus Äppli Täppli ist Potters ganze Welt enthalten. Denn natürlich werden auch andere Tiere mit Reimen bedacht, zum Beispiel der Igel Stachelpikser. Und wir erfahren von dem geheimnisvollen Hasen, der Peter Hases Schwester Wuschel-puschel heimlich Geschenke vor die Tür stellt ...

  • Cecily Parsley's Nursery Rhymes Cäcilie Petersilie Kinderreime

    Die Kinderreime von Cäcilie Petersilie folgten 1922 der ersten Reimesammlung »Äppli Täpplis Kinderreime«. Auch in diesem Bändchen spielt die Künstlerin virtuos mit den Worten und verarbeitet Beobachtungen, die sie über so viele Jahre sammelte und die die Welt der Beatrix Potter ausmachen. Die Illustrationen zu Cäcilie Petersilies Kinderreimen erschienen bereits 1897 in einem kleinen Büchlein.

  • The Tale of Johnny Town-Mouse / Die Geschichte von Jonathon Stadtmaus

    Die Geschichte von Jonathan Stadtmaus entstand 1918 und basiert auf einer Fabel des Aesop. Versehentlich landet Timmy Willie zusammen mit der wöchentlichen Gemüselieferung in der Stadt. Auf der Flucht vor einer Katze landet er bei Jonathan Stadtmaus. Er und seine Freunde nehmen Timmy Willie freundlich bei sich auf. Doch er will sich nicht recht wohlfühlen. Er vermisst das Leben auf dem Lande. Als Jonathan Stadtmaus wenig später Timmy Willie einen Besuch abstattet, geht es ihm umgekehrt genauso.

  • The Tale of Pigling Bland / Die Geschichte von Schweinchen Softie

    Eigentlich sollte das Schweinchen ja nur auf den Markt gehen. Aber ein Polizist und falsche Papiere lösen einen Kette von Abenteuern aus. Da hilft nur noch Davonlaufen. Und zu zweit läuft sichs bekanntlich besser – denn inzwischen hat sich zu Schweinchen Softie das bildschöne Schweinemädchen Schnuckewutz gesellt ... Die Geschichte vom »Schweinchen Softie« erschien 1913.

    und






  • The Tale of Little Pig Robinson / Die Geschichte vom kleinen Schweinchen Robinson

    Schweinchen Robinson wird von seinen Tanten Grunz und Schlunz nach Trogmünde geschickt, um auf dem Markt Eier und Gemüse zu verkaufen. Robinson hat alle Mühe, sich zurecht zufinden und alle Dinge zu finden, die er für die Tanten zu besorgen hat. Doch ihm begegnet immer jemand, der ihm hilft. Nur der hinterhältige Matrose führt ihn auf das Schiff von Kapitän Barnabas Schnetzel, der zu seinem Geburtstag immer ein frisch geschlachtetes Schwein wünscht ...

  • The Tale of Samuel Whiskers / Die Geschichte von Herrn Schnappeschlau

    Beatrix Potter erklärte zu diesem Buch (1912), dass sie es leid sei, »zuckersüsse Bücher über nette Menschen« zu schreiben. So sind Herr Schnappeschlau, der Fuchs, und sein Gegenspieler, Dagobert Dax, auch wirklich unangenehme Gesellen. Trotzdem: Am Ende wird alles gut.

  • The Tale of Ginger & Pickles / Die Geschichte von Curry und Kappes

    Die Geschichte von Curry und Kappes (1909) erzählt von einem kleinen Dorfladen. Hasen, Mäuse und die Puppen Luzinde und Bertha gehören zur Stammkundschaft, zumal es bei Curry und Kappes nicht nur fast alles gibt, was man so braucht – nein, in diesem Laden kann man auch alles anschreiben lassen. So haben die beiden immer ausreichend Kunden. Nur leider kommt kein Geld in die Kasse. Ob das wohl auf Dauer gut geht?

  • The Tale of Tommy Tiptoes / Die Geschichte von Timmy Triptrap

    Die Geschichte von Timmy Tripptrapp (1911) erzählt, mit welcher Mühe hungrige Eichhörnchen ihre Nüsse sammeln. Eigentlich nett, wenn dann ein gastfreundliches Backenhörnchen Futter anbietet. Die Schlemmerei führt allerdings zu Problemen, bei denen nur noch ein Unwetter helfen kann.

    und

  • The Tale of Mr. Tod

  • The Fairy Caravan


Bücher von Beatrice Potter
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Biografie

22.1.1858 Beatrice Potter wurde geboren als achtes von zehn Kindern in Standish House in Gloucestershire.
Aufgewachsen ist sie in einem reichen viktorianischen Haushalt. Sie genoss eine Privaterziehung, ausgenommen den einjährigen Besuch einer Mädchenakademie.







1873-1874 trat sie eine Reise in die USA als Begleiterin ihrer Schwester Kate Richard Potter an; seither führte sie regelmässig ein Tagebuch.

1879 erwachte ihres sozialen Bewusstseins, als sie unter Leitung ihrer Schwester Kate als Rent Collector im East End von London unterwegs war.

1882-1892 Nach dem Tod ihrer Mutter übernahm sie die Leitung des elterlichen Haushalts und wurde nach einem Schlaganfall des Vaters 1885 auch wichtige Beraterin bei dessen Unternehmungen. In diesen Jahren entwickelte sie sich zur Sozialforscherin, stark beeindruckt vom Werk Auguste Comtes (1798-1957) und von Herbert Spencer (1820-1903), der sie 1887 als literarische Nachlassverwalterin benannte (Entzug dieser Erlaubnis 1892 nach ihrer Ehe mit einem Sozialisten).

1882-1884 hatte sie eine Beziehung zum späteren konservativen Politiker Sir Joseph Austen Chamberlain (1863-1937).

1883-1886 war sie Mitglied der Wohltätigkeitsorganisation "Charity Organization Society" (COS) und begann an den sozialen Möglichkeiten einer solchen Organisation zu zweifeln und trat deshalb wieder aus.

1886-1887 war sie Mitarbeiterin am Projekt "Life and Labour of the People of London" ihres Cousins, des ehemaligen Industriellen und nunmehrigen Privatiers und Sozialforschers Charles Booth (1840-1916).

1888 war die erste Bekanntschaft mit der "Fabian Society" und eine rasche Entwicklung zur Sozialistin und Beitritt zur Vereinigung der Fabianer erfolgte.

1892 Beim Tod des Vaters 1892 erbte sie ein Vermögen von 1.000 Pfund, was ihr ermöglichte, sich gemeinsam mit ihrem Mann ausschliesslich auf ihre sozialen und politischen Aktivitäten zu konzentrieren.

1892 war ihre Heirat mit dem damals führenden Fabianer Sidney James Webb, dem sie 1890 erstmals begegnet war. Beginn einer intensiven Zusammenarbeit.







1892-1928 lebte sie mit ihrem Mann in London, wo sie schon zuvor regelmässig längere Zeit gewohnt hatte.

1894-1895 Der Unternehmer Henry Hutchinson stiftete der "Fabian Society" 10.000 Pfund; Beatrice und Sidney Webb schlugen vor, mit dem Geld einen neuen Typ von Universität zu gründen. 1895 Eröffnung der London School of Economics and Political Science (LSE) in London.

1898 Einjährige Reise des Ehepaars in die USA, nach Australien und Neuseeland.

1900 Zusammenschluss der "Fabian Society" mit der "Independent Labour Party", der "Social Democratic Federation" und führender Gewerkschaftler zum "Labour Representation Committee", welches bei den Wahlen zwei Sitze im House of Commons erreichte. Dennoch arbeitete sie mit allen Parteien zusammen, sofern sie ihre Zielsetzungen durchsetzen konnte.

1905-1909 Mitarbeit bei der Royal Commission zur Erhebung der Armut in Grossbritannien (Poor Law Commission); sie veröffentlichte mit ihrem Mann einen Minority Report, der jedoch von der Regierung abgelehnt wurde.

1913 war sie Mitbegründerin des Fabian Research Department und mit ihrem Mann Gründerin der Zeitung "The New Statesman" (London).







1914-1920 Während des Ersten Weltkriegs und in den Jahren danach Mitarbeit an mehreren staatlichen Komitees: Committee on Grants-in-Aid of Distress (1914-1915), Statutory War Pensions Committee (1916-1917), Reconstruction Committee (1917-1918), Committee on the Machinery of Government (1918-1919), War Cabinet Committee on Women in Industry (1918-1919), Lord Chancellor's Advisory Committee for Women Justices (1919-1920).

1923-1929 Ihr Ehemann wird Mitglied des House of Commons für die "Labour Party".

1928-1943 lebte sie mit ihrem Mann in Liphook (Passfield Corner), Hampshire.

1929 Nobilitierung ihres Ehemanns als 1st Baron Passfield of Passfield Corner und Übernahme eines Sitzes im House of Lords. Beatrice Webb lehnte den Titel einer Dame Passfield ab.

1932 Beatrice Webb wurde als erste Frau in die British Academy gewählt. Zuvor bereits Ehrendoktorate der Manchester University (1909), der University of Edinburgh (1924) und der Universität München (1926).

1932 eine Reise des Ehepaars Webb in die Sowjetunion; seither trotz Vorbehalte Unterstützung des ökonomischen Experiments in der Sowjetunion.







1938 Ernennung zur Ehrenpräsidentin der vereinten "Fabian Society and Fabian Research Bureau".

13. April 1943 - †Passfield Corner in Liphook/Hampshire






Während die Bilderbücher von Beatrix Potter in Grossbritannien, den USA und Japan zu Klassikern der Kinderliteratur wurden und Kultstatus besitzen, gibt es hierzulande nur eine relativ kleine, aber treue Fangemeinde. Neben den liebenswerten Figuren machen wohl die romantischen Landschaften, die idyllischen Dörfer und die üppigen Bauerngärten, die Beatrix in zarten Pastellfarben für die Ewigkeit festgehalten hat, den zeitlosen Charme ihrer Werke aus. Der Patmos Verlag/Sauerländer nahm das Jubiläumsjahr 2002/3 zum Anlass für eine neu übersetzte und überarbeitete Neuauflage der kleinen Bändchen, die mit ihrer liebevollen Gestaltung Kinder und Erwachsene gleichermassen ansprechen.







Den

100. Geburtstag von Peter Rabbit

feiern auch Wanderausstellungen mit interaktivem Programm und auf Familien ausgerichtete Erlebniswelten mit den Originalen der Beatrix-Potter-Aquarelle und -Zeichnungen in England, Holland, den USA, Japan, Südostasien und Deutschland.





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